Gemeinsam Leben und Wohnen in der Hölderlinstadt Lauffen am Neckar ist ein geplantes Projekt von Menschen für Menschen.

Aus einer Idee wurde eine Vision für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in Lauffen.

Gemeinschaftliche Wohnformen gibt es aus den verschiedensten Gründen bundesweit immer mehr. Die Nachfrage hierfür steigt weiter an. Menschen machen sich Gedanken um den demografischen Wandel und entwickeln selbst alternative Wohn- und Lebensformen.

Wir sind eine Gruppe von Menschen in Lauffen, die sich um eine neue Form des Wohnens Gedanken macht. Es soll auch neuen Flair nach Lauffen bringen.
Unser Ziel, ja unsere Vision, ist ein gemeinschaftliches bzw. nachhaltiges Wohnprojekt für Singles, Paare bzw. Familien. Hierfür möchten wir einen Ort der Begegnungen schaffen.
Wir wünschen uns ein soziales bzw. nachbarschaftliches Miteinander und respektieren dabei die Verschiedenartigkeit der Menschen. Alle Bewohner*innen sollen ihre individuellen Potentiale in die Gemeinschaft einbringen können, sich aber bei Bedarf auch zurückziehen dürfen.
Gemeinsam nutzen, was sich gemeinsam nutzen lässt. Damit haben wir das Gemeinwohl stets im Blickfeld.
Unsere Gemeinschaft soll eine Atmosphäre der Geborgenheit schaffen als Pendant zu Anonymität, Vereinsamung und Ausgrenzung.
Wir möchten selbstbestimmt und selbstorganisiert handeln. Dabei soll ein Rahmen mit wenigen Vorgaben geschaffen werden. Daraus darf sich die Gemeinschaft dann selbst weiterentwickeln. Entscheidungen werden nach dem Mehrheits- oder Konsentprinzip getroffen.
Der Wunsch ist eine partnerschaftliche Haltung mit dem Ziel, sich gegenseitig im Alltag und in besonderen Lebenslagen zu unterstützen, immer im Rahmen der individuellen Begabungen der Einzelpersonen.
Wir sind der Meinung, dass ein Zusammenleben und Teilen in der Gemeinschaft die Kommunikation, die Aktivität und das Wohlbefinden jedes Einzelnen in der Gemeinschaft steigern kann. Darauf freuen wir uns.

Wir sind noch nicht am Ziel angekommen, aber es entwickelt sich stetig. Aktuell gibt es ein Angebot der Stadt Lauffen,, über ein innerstädtisches Grundstück mitzudenken …

28.01.2020
An diesem Tag haben sich viele Anhänger unserer Wohnprojektgruppe ganz offiziell zu unserem eigens erstellten Leitbild bekannt, indem sie dafür eine symbolische Unterschrift geleistet haben. Darauf sind wir sehr stolz. Hier einige Impressionen von dieser Veranstaltung …

Einige Stimmen von Wohnprojekt-Mitgliedern:

Meine Beweggründe in gemeinschaftlichem Wohnen zu leben? Wie soll ich das nur in ein paar wenige Sätze fassen? Nun gut, ich versuche es. Diese Wünsche und Vorstellungen verknüpfe ich mit dem Wohnprojekt:

  • Haus-Nachbarn zu haben, die sich auch bewusst für diese Wohnform entschieden haben, die gemeinschaftlich bunt leben, wohnen, feiern, (er-)schaffen, streiten, entscheiden und gestalten wollen
  • Leben entgegen dem Trend „ich muss alles haben“ hin zu „was brauche ich wirklich“ und „was brauche ich selten und wir können es gemeinschaftlich nutzen“
  • Mit „weniger“ (Wohnraum, Einrichtung, und Bücher, Geschirr,…) leben und trotzdem die gleiche Lebensqualität haben (womöglich sogar mehr?!)
  • Ressourcen zu schonen, gut mit meiner Umwelt, meinen Mitmenschen, unserer Welt umzugehen
  • Meine Fähigkeiten und meine( Lebens-)Erfahrung in die Gemeinschaft einbringen, aber auch von den Fähigkeiten und Erfahrungen der anderen einen Nutzen haben.
  • Dinge füreinander, miteinander tun (ein „Haus bauen“, gemeinsame „Werkstattprojekte“, Brot backen, „Events“ gestalten,…)
  • Die Möglichkeit mit den Mitbewohnern in Kontakt zu gehen, aber auch nach Bedarf zurück ziehen können
  • Aber auch Herausforderungen meistern: Nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, sondern auch Arbeit an „gruppendynamischen Prozessen“
  • Oder einfach auch mit den Worten der „Fantastischen 4“:

„Ja, Mann, denn allein sein ist out
Vorbei ist die Zeit in der man keinem mehr traut
Falls sie dich fragen „Bist du allein hier?“
Sag ihnen: „Nein, denn ich bin mit allen hier

  • Und natürlich noch vieles mehr

 Andrea Baur (Ansprechpartnerin Wohnprojekt Lauffen)

Seit meiner Kindheit begleitet mich die Liebe zum Wasser. Über die Zaber bin ich seit fast 70 Jahren mit Lauffen verbunden.
Im Oberen Zabergäu und in Zaberfeld fand ich leider bis heute keine Initiative, die eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens umsetzen möchte. Nach Kontaktaufnahme mit Ulrich Kammerer stieß ich zur Lauffener Gruppe, die Menschen mit ähnlichen Ideen des Wohnens zusammenbringt.
Meine Beweggründe mitzumachen basieren auf meinen Erfahrungen und dem Wahrnehmen der vielfältigen Verschiebungen und Veränderungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen, einschließlich der Familie.
Ich denke, dass der Bereich des Wohnens und des Zusammenlebens neue/andere Formen und Ideen braucht, um menschliches Miteinander und bezahlbaren Wohnraum auch künftig möglich zu machen.
Das Lauffener Projekt entwickelt darauf Antworten und Ideen, die ich unterstützen möchte und wofür es sich lohnt, sich einzusetzen. Dazu zählt für mich als Grundlage unser erarbeitetes Leitbild, das eine Fülle von Begriffen bietet, die jede/jeder von uns mit Leben füllen kann und wird.
Ich wünsche dem „Gemeinschaftlichen Wohnen“ viele Lauffener oder Nichtlauffener, die der Umsetzung positiv gegenüberstehen und sie ideell oder auch ganz praktisch unterstützen, z.B. mit Baugrund oder Sachverstand und Ideen, auf die wir noch gar nicht gekommen sind …

 Birgit Knobloch (Aktive Mitarbeiterin im Wohnprojekt Lauffen)

Jedes Projekt braucht einen Anstoßgeber. Einen, der davon träumt und sich dann auf den Weg macht. Diese Aufgabe fiel hier mir zu.
Projekte treiben war lange nur Beruf. Aber es formt auch. Ziele setzen, Umsetzungsmöglichkeiten suchen, Netzwerke knüpfen, Widrigkeiten aushalten, Alternativen auftun, Menschen mitnehmen, … und ich habe auch schon gelernt: nicht alles gelingt mir.
Wir sind jetzt gemeinsam unterwegs. So könnte es werden.
Der Anstoß zu Projekten wie „wohnen | leben | gemeinsam!“ ist jedoch nicht nur Traum, sondern mit dem ganz konkreten Wunsch verbunden, dass ich in einer großen Wohngemeinschaft in einer lebendigen Stadt meinen Platz finde.
Mittendrin im Leben.
Mein Teil zur Entwicklung der Gesellschaft beitragend. Und doch auch ein Stück weit „für mich“.

Technische Daten:
Jahrgang 1950, studiert in Karlsruhe, war beruflich bei Audi überwiegend projekttreibend, 3 Kinder, 3 Enkel, Gemeinderat, Vorstand Lindenhof e.V., gut verknüpft in Lauffen.

 Ulrich Kammerer (Anstoßgeber Wohnprojekt Lauffen)

Als Diplom Betriebswirt habe ich viele Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet und dabei gleichzeitig die Entwicklung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft national und international verfolgt.
Gewinnstreben, Konkurrenzdenken sowie eine immer weiter fortschreitende wirtschaftliche Globalisierung in der freien Marktwirtschaft schaffen trotz steigender Wirtschaftsleistung weltweit große Probleme (Zunahme von Armut, Finanzkrisen. Ökologische Katastrophen)
Deshalb bin ich Anhänger und aktiver Mitarbeiter der sogenannten Gemeinwohl Ökonomie geworden.
Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft der Wirtschaft von einem neuen Umgang der Beteiligten geprägt sein wird. Gegenseitige Hilfe der Unternehmen untereinander wird Gewinnstreben und Konkurrenzdenken mit der Zeit verdrängen.
Deshalb engagieren wir uns konsequent für einen Wandel in der Gesellschaft und setzen uns für ein verantwortungsvolles Wirtschaften und Leben ein. Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Kooperation, Vertrauensbildung, Verantwortung und Mitgefühl sind der Kern für ein gelingendes Miteinander.
Als ich von diesem Wohnprojekt gehört habe, war ich gleich begeistert, weil es durch seinen ausgeprägten Gemeinschafts-Charakter sehr in die Gemeinwohl-Philosophie passt. Ich unterstütze daher das Projekt aktiv mit und hoffe, dass sich uns noch weitere Menschen anschließen werden.
Darüber hinaus wünsche ich mir, dass die Stadt Lauffen erkennt, dass wir hier ein Vorzeigeprojekt entwickeln. Es zeichnen sich in den nächsten Jahren große gesellschaftliche Veränderungsprozesse ab. Soll der Klimawandel gebremst bzw. gestoppt werden, müssen wir ressourceneffizienter bzw. nachhaltiger Wirtschaften bzw. Leben. Wir können durch unser ökologisches Wohnprojekt mit gutem Beispiel vorangehen.
Außerdem treten wir der zunehmenden Vereinsamung der Gesellschaft entgegen und laden dazu ein, dass sich die Menschen wieder häufiger in Gemeinschaften treffen und miteinander aktiv sind.
Insgesamt sehe ich die Unterstützung dieses Wohnprojekts als meinen persönlichen Beitrag für eine bessere Welt und erhoffe mir eine baldige Umsetzung.

 Ulrich Lang (Aktiver Mitarbeiter im Wohnprojekt Lauffen)

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